Modul wählen, Trassenlänge angeben — der Rechner liefert den passenden Querschnitt mit Spannungsabfall, Verlusten und Sicherheitsreserve.
Jeder Meter Kabel hat einen Widerstand, und der fließende Strom verwandelt einen Teil des Solarertrags in Wärme. Der Spannungsabfall folgt der Formel:
ΔU = 2 × L × I × ρ(T) / SL ist die einfache Trassenlänge (die 2 berücksichtigt den Rückweg), I der Betriebsstrom, S der Querschnitt in mm² und ρ der spezifische Widerstand des Leiters — er steigt mit der Temperatur. Ein Dachkabel bei 70 °C leitet rund 20 % schlechter als beim Buchwert von 20 °C. Deshalb fragt dieser Rechner nach der Temperatur, während die meisten anderen stillschweigend mit kaltem Draht rechnen.
Ein String aus 12 × 580-W-Modulen (Vmpp 42,5 V, Impp 13,8 A) und 25 m Trasse zum Wechselrichter: Die Stringspannung beträgt 510 V. Auf 2,5 mm² Kupfer bei 85 °C (Standardbedingungen des Rechners für ein heißes Dach) fällt die Spannung um 1,19 % — über dem 1-%-Ziel. Auf 4 mm² sinkt der Abfall auf 0,74 %, rund 52 W bei Volllast.
Übers Jahr macht der Unterschied etwa 20 kWh aus — und die Sicherheitsprüfung wiegt schwerer als die Verluste: Dasselbe 4-mm²-Kabel muss auch am heißesten Tag 1,25 × Isc tragen. Bestehen beide Prüfungen, stimmt das Kabel.
Für einen typischen Hausdach-String (8–14 Module, ein String pro Kabel) reichen meist 4 oder 6 mm² Solarkabel. Die genaue Antwort hängt von Trassenlänge und Stringspannung ab — lange Wege bei niedriger Spannung brauchen mehr Querschnitt. Nutzen Sie den Rechner oben mit Ihrem Modul und Ihrer Länge.
Es ist das übliche Auslegungsziel, keine gesetzliche Grenze. Jedes Prozent Abfall ist Energie, für die Sie Module bezahlt haben und die nie ankommt. 2–3 % sind sicher und bei knappem Budget vertretbar — die Tabelle zeigt genau, wie viele kWh pro Jahr jede Option kostet.
Ja, aber nach tatsächlichem Querschnitt zuordnen, nicht nach ähnlich klingender Zahl: 10 AWG sind 5,26 mm² — deutlich dünner als 6 mm². Die Tabelle zeigt für jede metrische Größe das nächstliegende AWG; im Zweifel aufrunden.
Die Strombelastbarkeit eines Kabels setzt voraus, dass es Wärme abgeben kann. Gebündelt im Rohr auf heißem Dach trägt derselbe Draht sicher 30–40 % weniger Strom als frei in Luft. IEC 60364-5-52 definiert Korrekturfaktoren — der Rechner wendet sie an, damit ein Kabel, das die Verlustprüfung besteht, nicht an der Sicherheit scheitert.
Nein. Liegt der Abfall deutlich unter 1 %, bringt zusätzliches Kupfer fast nichts — die Jahresspalte der Tabelle macht das sichtbar. Das Geld steckt man besser in eine höhere Stringspannung (mehr Module in Reihe): Sie senkt die Verluste quadratisch und kostenlos.
Im Freien nicht. PV-Leitung (H1Z2Z2-K nach EN 50618) ist doppelt isoliert und für UV, Witterung und bis 120 °C am Leiter ausgelegt — gewöhnliches PVC-Kabel versprödet auf dem Dach binnen weniger Jahre. Nach der Dacheinführung ist normales Kabel gleichen Querschnitts im Innenbereich zulässig, sofern die örtlichen Vorschriften es erlauben.
Die Leistung allein entscheidet nicht — Trassenlänge und Stringspannung tun es. Eine typische 5-kW-Anlage hat ein bis zwei Strings mit 10–14 A: 4 mm² reichen meist für einfache Strecken bis etwa 20–35 m bei 1 % Abfall, 6 mm² bis etwa 35–50 m je nach Spannung. Geben Sie oben Ihr Modul und Ihre Länge ein — für die genaue Antwort.
Typische Kupfer-Solarkabel-Querschnitte für einen Hausdach-String (13 A bei 335 V). Trassenlänge (einfach) finden, Querschnitt ablesen — und oben im Rechner mit Ihrem Modul und Ihrer PV-Verkabelung bestätigen.
| Kabel | Max. bei 1 % | Max. bei 2 % | Zulässiger Strom |
|---|---|---|---|
| 2,5 mm² | 15 m | 29 m | 33 A |
| 4 mm² | 23 m | 47 m | 45 A |
| 6 mm² | 35 m | 70 m | 57 A |
| 10 mm² | 59 m | 117 m | 80 A |
| 16 mm² | 94 m | 188 m | 108 A |
Längen gelten für einen Leiter bei 85 °C auf heißem Dach; zulässiger Strom abgemindert nach IEC 60364-5-52 (Paar auf Oberfläche, 70 °C). Längere Trasse oder niedrigere Spannung — eine Größe größer wählen.